Engel der Apokalypse
Und ich sah: Ein anderer gewaltiger Engel kam aus dem Himmel herab; er war von einer Wolke umhüllt und der Regenbogen stand über seinem Haupt. Sein Gesicht war wie die Sonne und seine Beine waren wie Feuersäulen. In der Hand hielt er ein geöffnetes kleines Buch. Er setzte seinen rechten Fuß auf das Meer, den linken auf das Land und rief laut, so wie ein Löwe brüllt.
Offb 10, 1-3
Erklärung:
Apokalypse – Ende der Welt, alles ist vorbei. Inmitten dieses Untergangsszenarios setzt ein Engel ein wichtiges Zeichen: Sein Kopf ragt in die Luft, seine Beine sind wie Feuer, er steht im Wasser und auf der Erde und verbindet so die vier Elemente. Die Grundordnung unserer Welt ist (noch) nicht aus den Angeln gehoben. Es gibt Hoffnung.
Über dem Kopf des Engels scheint der Regenbogen auf. Als Symbol des Bundes Gottes mit uns Menschen zeigt er: Gott hält an seiner Zusage fest. Auch wenn dem Verlauf der Geschichte ein Ende gesetzt wird, Gottes Geschichte mit uns Menschen geht weiter – über das Jüngste Gericht hinaus. Das Reich Gottes wird vollendet werden: „Seht, ich mache alles neu!“ (Offb 21,5a).
Lebensbezug:
Auch in meiner ganz persönlichen Apokalypse darf ich noch auf eine gewisse Grundordnung bauen, weiß ich, da ist ein Engel, der die Verbindung zwischen Himmel und Erde hält. Er verweist auf den Regenbogen und schenkt mir in ausweglos scheinenden Situationen neue Hoffnung. Geht die Welt für mich unter, sagt er mir: Gott hält an seinem Bund fest, er steht zu dir, macht einen völlig neuen Anfang möglich.
Du Engel der Apokalypse, kämpfe dich an meinen schwarzen Tagen zu mir durch und brülle mir trotz aller Bedrohungen und Hoffnungslosigkeiten laut wie ein Löwe zu: Rettung naht!

