Stürzender Engel
Die Zweiundsiebzig kehrten zurück und sagten voller Freude: Herr, sogar die Dämonen sind uns in deinem Namen untertan. Da sagte er zu ihnen: Ich sah den Satan wie einen Blitz aus dem Himmel fallen. Siehe, ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten und über die ganze Macht des Feindes. Nichts wird euch schaden können.
Lk 10, 17-19
Erklärung:
Ist das die Berufungsvision Jesu?
Ist Jesus der Mensch, der sich in allem ganz behütet weiß?
Kommt daraus seine Kraft allen lebensfeindlichen Mächten zu widerstehen?
Selbst seinen Jüngern ist ja diese „Macht“ zugewachsen, den Ungeistern zu wehren. Dem Ungeist der Missgunst, dem Ungeist des Neides, dem Ungeist des Streiten-wollens um des Streites willen, dem Ungeist des Habenwollens…
Lebensbezug:
Es geht aber nicht um Stolz, wessen wir vermögen, sondern um die Gewissheit, dass wir nicht verloren gehen. Sind doch unsere Namen im Himmel verzeichnet.
Und doch haben wir Angst: Angst niemand zu sein, nicht gesehen zu werden, keinen Namen zu haben, allein zu sein...
Diese Ängste sind gut!
Sie behüten uns davor zu meinen, wir könnten alles, wir könnten alles allein, wir könnten alles selber, wir sind uns selbst genug, sind... ja unser eigener Gott.
Manchmal fällt dieses Meinen wie ein Blitz vom Himmel.

