Partnerschaft mit der Kirchengemeinde in Bolivien - Tupiza

Anfang der 1980er-Jahre herrschte in unserer Kirchengemeinde rege Bautätigkeit. Der Kirchengemeinderat war stark mit Bau- und Geldfragen beschäftigt. Um nicht nur noch um den eigenen Kirchturm zu kreisen, suchte er diese Partnerschaft mit der Kirchengemeinde in Tupiza/Bolivien. Seitdem fördert und koordiniert ein Kreis von Interessierten, der Tupiza-Kreis, die Aktivitäten der Gemeinde im Rahmen der Partnerschaft.

Wir arbeiten partnerschaftlich. Das bedeutet, die Initiative geht von unseren bolivianischen Partnern aus. Sie planen, führen durch und rechnen ab. Wir unterstützen sie nach Kräften. Grundsätzlich ist Hilfe an das einzelne Projekt oder die einzelne Aufgabe gebunden. Somit bleiben die Verhältnisse übersichtlich und entstehen keine Prestigeobjekte.

Unser Motto: Hilfe, damit Selbsthilfe überhaupt eine Chance hat.

Unsere Hilfe konzentriert sich auf Probleme in Bildung und Gesundheit, im Einzelfall auch bei persönlicher Not. Nur wenn Menschen über eine gute Gesundheit und das notwendige Wissen verfügen, haben sie die Chance, ihre Geschicke selbst zu bestimmen.

 

Projekte, die mit unserer Unterstützung realisiert wurden und werden

  • Errichtung von Ausbildungszentren in Esmoraca und San Pablo de Lipez für Kurse zu Hygiene und Gesundheit und Familienfragen sowie für Katechese.
  • Errichtung einer Versuchs- und Demonstrationseinrichtung für gärtnerische und landwirtschaftliche Fragen sowie für Jugendarbeit und Katechese in Palala (Stadtteil von Tupiza), sowie Errichtung eines Spielfelds für Jugendliche.
  • Aufbau eines Internats in Tupiza für Jugendliche aus den Bergdörfern. Viele ehemalige Schüler sind als Lehrer in die Dörfer zurückgekehrt, einige sind in die Priesterausbildung gegangen.
  • Nähkurse für Frauen als Schritt in Richtung Selbständigkeit.
  • Weiterbildung von Dr. Oscar, der schon lange ehrenamtliche Dienste für die Kinder aus dem Kinderheim und dem Internat sowie für Bedürftige der Region geleistet hatte.
  • Anschaffung zweier Ambulanzfahrzeuge für den Einsatz in entfernten Andenregionen. Durch Krankenstationen oder Apotheken können Kranke in den Bergen nun zumindest notdürftig versorgt werden.
  • Zuschüsse für Medikamente und Unterstützung bei alltäglichen Notlagen der Menschen in Tupiza.
  • Unterstützung beim Bau und der Unterhaltung des Kinderheims in Tupiza, das von Schwestern geleitet wird.
  • Finanzielle Hilfe zur Beschaffung des täglichen Bedarfs im Kinderheim und dem angegliederten Wohnheim für Mädchen, die das Kinderheim aus Altersgründen verlassen haben.
  • Stipendien für begabte Mädchen, die eine Hochschulausbildung außerhalb Tupizas machen.

Ansprechpartnerin: Monika Schmid